Wissenswertes über Fürth

Fürth ist eine Gemeinde im Kreis Bergstraße in Hessen und staatlich anerkannter Erholungsort.

 

Geographische Lage

Das Gemeindegebiet von Fürth liegt im Vorderen Odenwald im Oberen Weschnitztal.

Die Kerngemeinde und einige weitere Ortsteile liegen direkt an der Weschnitz, die südwestlich nach Weinheim fließt und bei Biblis in den Rhein mündet.

Andere Ortsteile liegen oberhalb des Talgrundes und in Seitentälern.

Die Landschaft ist Teil des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Der Ortsname rührt wohl von einer einstigen Furt durch die Weschnitz her.

Höchste Erhebung ist der 536 Meter hohe Wagenberg an der südöstlichen Gemeindegrenze, der nördliche Endpunkt des Höhenzuges, der sich nach Süden bis hinter die Tromm hinzieht das Weschnitztal von der Region Überwald trennt.




Geschichte

Fürth wird zum ersten Mal urkundlich erwähnt im Zusammenhang mit einer Schenkung von Karl dem Großen an die 764 gegründete Benediktinerabtei Lorsch.

Im Zuge der Aufwertung zu einem nur dem Papst unterstellten und dem Zugriff der Diözesen Mainz und Worms entzogenen Reichskloster, schenkte der Kaiser dem Kloster im Jahre 773 die Mark Heppenheim, welche den größten Teil des heutigen Kreises Bergstraße und große Teile des Odenwaldkreises einschloß.



In der Grenzbeschreibung von 773 wird Fürth nicht erwähnt, wohl aber der Welinehouc (Wahlenhügel, der heutige Kahlberg) beim heutigen Ortsteil Weschnitz.



Ferner ist von Arezgreften, also Erzgruben, am Erzberg bei Weschnitz die Rede.

Im Zusammenhang mit dieser Schenkung entwickelten sich Grenzstreitigkeiten zwischen dem Kloster Lorsch und der Diözese Worms, die 795 zur Einberufung eines Schiedsgerichtes auf dem Kahlberg bei Weschnitz führten, einer alten Versammlungs- und Gerichtsstätte unweit der heutigen Walburgiskapelle.

Als Ergebnis dieses Schiedsgerichtes wurde eine neue Grenzbeschreibung festgelegt, die nun auch die wichtigsten Orte innerhalb der Grenzen der Mark Heppenheim benannte, nämlich Furte (Fürth), Rintbach, Morlenbach, Birkenowa, Winenheim, Heppenheim, Besinsheim, Urbach (Auerbach), Lauresham und Bisestat.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens „Fürth“ fällt also ins Jahr 795.



Eine „Beschreibung der Huben und Erträge des Hofes Fürth“ (curiam Furde) aus dem Jahre 1023 zeigt die Entwicklung, die mit dieser Schenkung und der darauffolgenden Rodung und Urbarmachung durch Lorscher Mönche einherging: Von Fürth wird als „principalis curia“, also dem „ersten Hof“ oder Fürstenhof gesprochen. Demnach war Fürth das wichtigste Verwaltungs- und fiskalische Zentrum Lorschs im Odenwald.